Zweites Konsortialtreffen

Am 27. März traf sich das TERRAIN Konsortium zum zweiten Projekttreffen in Karlsruhe.

Gruppenbild des Konsortialteams beim zweiten Treffen im TERRAIN-Projekt
Gruppenbild zum zweiten Konsortialtreffen: v.l.n.r. Frank, Siebert, Jaworek, Kochanek, Müller, Weinberger, 
Petrausch, Winkelmann, Stiefelhagen, Haurilet, Ritterbusch

Auf dem Konsortialtreffen berichteten alle Projektteilnehmer vom Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS), dem Forschungslabor cv:hci, dem Institut für Technologiefolgen und Systemanalyse (ITAS), der Firma Papenmeier und der Firma iXpoint Informationssysteme über ihre bisherigen Ergebnisse und die Pläne für die nächsten sechs Monate: Es gab unter anderem spannende Ergebnisse aus der Entwicklung der Braillekomponente, der TERRAIN-App und erste Erfahrungen aus der Bilderkennung.

Dazu gibt es einige Abstimmungen zum gemeinsamen Vorgehen, Einsichten aus Veranstaltungen wie der Expertenrunde sowie der Anforderungsanalyse und Diskussionen über neue Aspekte, die sich aus den bisherigen Arbeiten ergeben haben.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen haben wir ein Gruppenfoto geschossen, das wir aber nicht wie zum Kickoff-Meeting machen konnten. Wir mussten uns in einer anderen Himmelsrichtung aufstellen, wie man es mit dem Entwicklungsstand der TERRAIN-App schon jetzt feststellen konnte. Zum astronomischen Zusammenhang bemerkte Gerhard Jaworek, blinder Informatiker am SZS, auf seiner Astro-Mailingliste „Astronomiezugang für Blinde“:

Gestern war nun wieder am selben Ort zur selben Zeit der Fototermin. Als wir uns positionierten, bemerkte eine Teilnehmerin, dass wir das Foto gar nicht so, wie beim letzten Mal machen könnten, weil es jetzt blenden würde.

Da ging mir ein Licht auf. Natürlich konnten wir uns gestern nicht so stellen, denn wir waren ganz woanders im Jahreslauf.

Beim Kickoff-Meeting am 07.07.2016 befanden wir uns gerade mal ungefähr zwei Wochen nach Sommersonnenwende. Die Sonne erreichte somit an diesem Tag noch fast ihren höchsten Sonnenstand, den sie überhaupt innerhalb des Jahreslaufes erreichen kann.
Und heute, am 28.03. befinden wir uns gerade mal eine Woche nach Frühlings-Anfang (Tag-Nacht-Gleiche) und noch ein Viertel Jahr ist es noch hin, bis zur Sommersonnenwende 2017.

Das bedeutet, dass sie gerade mal ihren halben Höchststand am Himmel erreicht hat. Das ist vereinfachend gesagt, aber, vergessen wir jetzt mal Kugel, Perspektive, dass der Höchststand im Laufe eines Jahres um etwa eine Stunde variiert, etc. Jeder von uns weiß, wie die Jahreszeiten entstehen. Ich schrieb glaub auch schon drüber. Es geht mir hier um das Erlebnis an sich. Überall kann man beobachten, dass die Sonne im Winter deutlich steiler zur Mittagszeit am Himmel steht. Ich fand das aber dennoch sehr faszinierend. Noch gut erinnere ich mich daran, wie und wo ich im letzten Jahr für das Foto, und wo ich diesmal stand.

Zum Glück war am Sonntag Zeitumstellung. Sonst wäre das Erlebnis nicht so schön. So fielen beide Termine in die Sommerzeit und sind somit vergleichbar.

Wie gesagt. Wir hätten das Foto wegen Blendung nicht so stellen können, wie im letzten Jahr. Besser so. Das bringt Abwechslung.

So zeigt sich, wie schon eine kleine Information wie der Ausrichtung zur Umgebung das eigene Verständnis für die Geschehnisse um einen herum bereichern kann.

Natürlich hoffen wir im Verlaufe des Projekts noch viele weitere Aspekte der Umgebungsdarstellung anzugehen. Wir sehen uns nach dem erfolgreichen Treffen unseres Teams auf jeden Fall auf einem sehr gutem Weg.

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