SightCity 2018

Wie seit vielen Jahren, fand auch in diesem Jahr im Mai die größte internationale Messe für Hilfsmittel für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung SightCity im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen statt.

Vom einfachen Haushaltshelfer, dem Nadeleinfädler, über taktile Spiele, Punktschrift- und Hörbücher, über die Selbsthilfeorganisationen, bis hin zu komplexen Arbeitsplatzausstattungen mit Computer, Vergrößerungssoftware, Bildschirmkamera, Braillezeile, Sprachausgabe, Punktschriftdrucker und vieles mehr, war alles zu finden.

In diesem Jahr waren aber ganz deutlich einige neue Trends zu erkennen. Es gab vielfältige Anpassungen zu kommerziellen Organisern, PDA’s und Smartphones. Das betraf sowohl die Software für die Vergrößerung und die Sprachausgabe, als auch die Punktschriftausgabe mit Touch-Funktion.

Mindestens drei Ansätze – teilweise noch als Prototyp oder gar nur als Modell – zur Entwicklung zweidimensionaler taktiler Displays konnten bestaunt werden. Für Menschen mit Restsehvermögen halten langsam Virtual Reality und Augmented Reality mit Brillen zur Verbesserung des Sehrestes Einzug.

Es gab auch wieder Geräte, die auf Ultraschall und Laser basiert Hindernisse akustisch oder per Vibration anzeigen. Ein Ansatz war sogar in einem Schuh integriert. Außerdem wurde auch ein Vibrationsgürtel zum Halten der Richtung präsentiert. Was bleibt ist, dass sich die Reise zur diesjährigen SightCity gelohnt hat. Erstmals konnten wir die Sightcity und die damit verbundenen Netzwerke nutzen, um Interessenten für die anstehenden Benutzertests für Terrain zu finden und zu begeistern.

Gerhard Jaworek, SZS, KIT