Erstes Treffen der Expertenrunde

Nora Weinberger und Markus Winkelmann

Nach dem „Startschuss“ des Projekts hat das ITAS mit der Rekrutierung von Mitgliedern für die Expertenrunde begonnen und im Zuge dessen rd. 30 potentielle Expertinnen und Experten angesprochen und angeschrieben. Viele haben großes Interesse am Projekt geäußert, konnten aber aufgrund vieler Verpflichtungen u.a. in der Lehre eine Teilnahme nicht zusagen. Vierzehn Expertinnen und Experten hingegen sind für die drei geplanten Runden gewonnen worden. Hierunter sind Ethiker, Mediziner, Datenschützer, Rehabilitationswissenschaftler, ein Theologe, eine Mobilitätstrainerin, Psychologen, Juristen, Soziologen, Vertreter von Verbänden und Betroffene.

Ende 2016 fand dann die erste Expertenrunde statt. Nach einer Kennenlernphase, einer Einführung in das Projekt und dem Vorstellen des geplanten technischen Systems wurde eine erste Diskussion über die verschiedenen disziplinären und individuellen Zugänge und Erfahrungen zu ethischen, legalen und sozialen Implikationen und darüber hinausgehenden Fragestellungen, geführt. Hier gab es von den Expertinnen und Experten viele interessante Hinweise zum technischen System, aber auch soziale Implikationen wurden angesprochen. Unter anderem wurde geäußert, dass die Technik nicht zu einer Exklusion der Betroffenen führen dürfe. Erwartungen an technische Lösungen und das Zusammenspiel verschiedener – auch nicht technischer – Möglichkeiten waren Themen. Darüber hinaus konnten die Betroffenen aus ihrem schon technisierten Alltag berichten und merkten bspw. an, dass Sehbehinderungen sehr individuell ausgeprägt seien und daher das System stark adaptierbar sein müsse. Die Expertenrunde lobte das große Potential in diesem Projekt, da durch die Forschungsinstanz ITAS ein Vermittler zwischen Technik und Menschen dabei sei. Der Einbezug von Experten und potentiellen Nutzern in den gesamten Entwicklungsprozess wurde als sehr wichtig und zielführend begrüßt.

Ende 2017 findet die nächste Expertenrunde statt, zu der auf Hinweis der Runde noch eine Expertin/ein Experte für Neuroplastizität eingeladen wird, um eine Expertise zu Lernprozessen und dessen mnestischen (das Gedächtnis betreffenden), sensorischen und motorischen Phasen zu integrieren.

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